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Gesellschaftstheorie
C.3. Sozial versus neoliberal: "neoliberal ist asozial" - Obwohl Neoliberalismus asozial auftritt, scheint er doch derzeit alternativlos mehrheitsfähig zu sein.
Neoliberale Argumente wie: "zu viel Staat, private Unternehmen sind effizienter, für Rente muss privat vorgesorgt werden, ältere Menschen sind nicht leistungsfähig, wir müssen sparen, Arbeitskosten sind zu hoch", sollen genauer hinterfragt werden. Neoliberalismus ist kein ausschließliches Ideologieproblem, sondern organisierendes Element eines krisenhaften Umbaus gesellschaftlicher Verhältnisse: von Arbeits-/ Produktionsverhältnissen bis zu Geschlechter-/ Klassenverhältnissen. Prinzip des Homo oeconomicus: Maximierung des individuellen Nutzens wird zur grundlegenden Motivation aller menschlichen Handlungen. D. h., Abwägung von Handlungsoptionen erfolgt in Analogie zur Betriebswirtschaftslehre durch Kalkulation von Kosten und Nutzen unter den Bedingungen des Wettbewerbs basierend auf der Konkurrenz. Marktwirtschaftliche Schlussfolgerung aus der Ablehnung dieser Prinzipien ist die mögliche Strafe des persönlichen Untergangs zumindest jedoch die gesellschaftliche Ausgrenzung. Jede/r muss sich so in die alltägliche Konkurrenz begeben, ob in Schule, Uni, im Betrieb, am Arbeitsmarkt, oder in Liebesverhältnissen. -Allein schon aus diesem Grunde muss neoliberale Politik im Gegensatz zu sozial stehen.
Zielgruppe: (sozial-) politisch Interessierte Menschen
Teilnehmerzahl: 12-16 Dauer: 2 Tage Kosten: 170,00 € p.P.
Termin: 26.03. - 27.03.2012 Hannover
Termin: 08.09. - 09.09.2012 Schwerin und natürlich auf Nachfrage