Hauptmenü
Politik u. Gesellschaft
D.8. Reduktion politischer Problemlösungen: , Strafen, Überwachen - Das Verhältnis kriminologischer Theorie zu anderen gesellschaftlichen Bereichen: wider erstarkte Lust auf Strafe bei PolitikerInnen und in der Bevölkerung
In allen Bereichen der Politik, werden derzeit schnell Strafen, Sanktionen und Verbote diskutiert und auch umgesetzt. Dahinter steht die Tatsache, dass vor allem die Lebens- und Arbeitsverhältnisse unsicherer geworden sind. Der Prozess der Neoliberalisierung hat alle gesellschaftlichen Bereiche und damit auch die Politik der Inneren Sicherheit erfasst. Die Grenze zwischen Innerer und Äußerer Sicherheit verschwimmt zusehend, in dem der Sicherheitsbegriff zunehmend "erweitert" wird. Handelt es sich um eine Politik des Schürens und des Verstärkens von Ängsten, die in der Gesellschaft vorhanden sind, um auf diese Weise Herrschaftsprozesse in Gang zu halten? Was als Jugend-, Kinder-, Verkehrs-, Sport-, Sozial-, Ausländer- oder auch direkt Kriminalpolitik ausgegeben wird, ist in Wirklichkeit keine. "Wenn sie das sein sollte, müsste sie sich hinsichtlich ihrer Wirksamkeit befragen lassen: Sind die vorgeschlagenen Maßnahmen geeignet, das zu erreichen, was sie eigentlich erreichen sollen?" (Fritz Sack). Außer direkten Strafmaßnahmen basieren viele Maßnahmen auf immer stärkere Regulierung und vor allem Kontrolle.
Zielgruppe: MitarbeiterInnen aus der Jugend(-gerichts-)hilfe, sozialen, pädagogischen und sozialpolitischen Arbeit sowie Eltern und (sozial-) politisch Interessierte Menschen aber auch (ehrenamtliche) SchöffInnen/Jugendrichter/innen
Teilnehmerzahl: 12 - 16 Dauer: 2 Tage Kosten: 170,00 € p.P.
Termin und Ort auf Anfrage